Die Eisenbahnstrecke Friesoythe-Cloppenburg wurde am 1. Oktober 2006 EIN HUNDERT JAHRE ALT.

Zur Historie: Der “Moorexpress”von Cloppenburg über Friesoythe nach Ocholt.

1861 holperte die erste Postkutsche über den Sandweg nordwestwärts von Cloppenburg nach Friesoythe. Und das blieb 45 Jahre lang die einzige Verbindung zwischen den beiden Städten, immer 25 km hin und her über Varrelbusch, Garrel und Bösel bis zum 30. September 1906.

Festlich bekränzt mit einem großen Schild “Auf Nimmerwiedersehen”, fuhr das wackelige Gefährt an diesem Tage in Friesoythe zu den Klängen seines Postillions, vorbei an zahlreichen Schaulustigen,
zum letzten Mal aus dem Ort.

Zwischenzeitlich, ab 1899, verhandelten verschiedene Delegationen des Großherzogtums Oldenburg um einen Bahnanschluss von Cloppenburg nach Ocholt.

 Schließlich war es dann 1904/1905 soweit,
 dass eine Normalspurbahn gebaut werden konnte.
Die Streckenführung war so gewählt, dass viele Orte erreicht werden konnten.

Am 1. Oktober 1906
 wurde der erste Abschnitt von Cloppenburg nach Friesoythe eröffnet.

“Um 9:15 Uhr vormittags fuhr der erste Zug, “Lok Heide”, blumengeschmückt,
aus Friesoythe und brachte ca. 800 Personen zum Frühschoppen nach Cloppenburg.

Die Bahnstrecke wurde dann in den folgenden Jahren für Güter- und Personenverkehr reichlich genutzt.

Ab Ende der 60ziger Jahre hatte allerdings das Auto den Bahnverkehr fast vollständig abgelöst. Die Bahnhöfe und Haltestellen verfielen immer mehr.


Zahlreiche Eisenbahn- und Heimatfreunde des Landkreises Cloppenburg fanden diesen Zustand unerträglich

Um die historische Eisenbahnstrecke zu erhalten, schlossen sie sich zusammen und gründeten am 12.11.2003:
 den Verein “Museumseisenbahn Friesoythe - Cloppenburg e.V.”.


Seitdem ist viel geschehen.

Die F.E.G. mbH i.G. (Friesoyther Eisenbahninfrastruktur-Gesellschaft mbH i.G.) stellte uns kostenlos den Bahnkörper zur Verfügung.

Aus eigenen Mitteln kaufte der Verein alte Schienenfahrzeuge und setzte sie wieder instand, schaffte Schienen, Weichen und Werkzeuge an und stellte in vielen Wochenendarbeitsstunden teilweise den ursprünglichen Zustand der Haltestellen wieder her.

Bei den historischen Amtsbättern hohe Ladezeiten bis 500 KB
Originale beim MFC

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